Meinungsumfrage: Sinn und Zweck von Meinungsumfragen

Das Ziel von Meinungsumfragen ist es, anhand von Stichproben Meinungen von Menschen über bestimmte Themen herauszufinden und dadurch Aussagen über einen größeren Querschnitt treffen zu können. Unternehmen oder genau darauf spezialisierte Marktforschungsinstitute erhalten durch gezielte Fragen Information über bestimmte Produkte (wie kommt genau dieser Artikel beim Endverbraucher an, was stört am Produkt etc.) bzw. allgemein Auskunft über das Kaufverhalten (Kaufen anhand von Werbung, Angeboten, Neuheiten… ) oder Interessen (bei Lebensmitteln beispielsweise Bevorzugung von Bio Produkten oder Light Produkten) der Konsumenten, so dass Sie Ihr Sortiment speziell auf Ihre Kunden ausgerichtet erweitern oder verändern können.

Beispiel: Meinungsumfrage zu Wandtattoos

Der Hersteller www.Wandtattoos.de hat in einer Studie beispielsweise erfragt, welches Wandtattoo den Kunden besser gefällt. Mit den Angaben aus der Umfrage konnte das Produkt entsprechend gestaltet werden. Ebenso könnte er erfragen, welche Farben für das Wandtattoo besonders interessant sind. Darüber hinausgehend ließen sich in der Meinungsstudie noch Informationen über die Zielgruppe von Wandtattoo Käufern erfragen. So würde vermutlich herauskommen, das Wandtattoos häufig von Frauen bestellt werden, da diese in der Regel für die Dekoration einer Wohnung zuständig sind. Relevant sind die in einer Meinungsumfrage abgefragten Daten jedoch nur, wenn eine ausreichende Anzahl an Teilnehmern befragt wurde.

Fragebögen bei Meinungsumfragen

Die beliebteste und vor allem beste Möglichkeit, darüber Aufschluss zu erhalten sind standardisierte Interviews oder Fragebögen mit gezielten Fragestellungen und vorgegebenen Antwortmöglichkeiten in immer gleichen Reihenfolge. Mit einem Stichprobenverfahren werden Menschen ausgewählt, die diese Auskünfte geben sollen. Unter einer Stichprobe versteht man eine kleine Teilmenge einer Grundgesamtheit, von der aus auf größere Mengen geschlossen werden kann.  Die Interviews können mündlich, telefonisch, schriftlich oder online durchgeführt werden, wichtig dabei ist die von Vornherein festgelegte Abfolge der Fragen, die bei jedem Teilnehmer eingehalten werden muss. Somit ist schon eine große Fehlerquelle behoben. Allerdings muss auch bei der Stichprobe darauf geachtet werden, bestimmte Dinge zu vermeiden, damit die Richtigkeit der Ergebnisse gewährleistet ist. Werden beispielsweise nur vormittags Anrufe betätigt, um Interviews zu führen, ist die Wahrscheinlichkeit, eine große, unterschiedliche Bandbreite an Menschen zu befragen sehr gering. Zu dieser Tageszeit vermutlich hauptsächlich Hausfrauen oder Nichtberufstätige antworten. Bei persönlichen Interviews ist der Standpunkt, von dem aus die Befragung gemacht wird, sehr wichtig. In einem Supermarkt Nähe der Universität werden wohl vermehrt Studenten im Gegensatz zu Arbeitstätigen oder Müttern anzutreffen sein, als in einem, der sich auf dem Dorf befindet. Werden solchartige Fehlerquellen ausgeschlossen, können durch Angaben eines relativ kleinen Personenkreises auf eine viel größere Gesamtheit geschlossen werden und das Ziel von Meinungsumfragen erreicht werden.

Bezahlung als Anreiz bei Meinungsumfragen

Allerdings wird in den letzten Jahren ein ganz anderes Problem immer konkreter, das Meinungsumfragen mehr und mehr schwieriger macht: Desinteresse und Zeitmangel auf Seiten der Befragten. Ein Grund dafür sind unseriöse Unternehmen, die mit unlauteren Methoden ahnungslose Menschen abzocken und somit den guten Ruf der vielen renommierten Marktforschungsinstitute zerstören. Um diesem entgegenzuwirken, müssen sich die Unternehmen immer bessere Ideen einfallen lassen, um überhaupt die Chance ergreifen zu können, in Kontakt mit Konsumenten zu treten (z.B. mit Verkostaktionen, Warenproben, bezahlten Umfragen etc. ). Dabei sind Umfragen nicht nur wichtig für die jeweiligen Firmen, sondern auch für Sie selbst als Konsument. Oder finden Sie es nicht bedeutungsvoll, durch Ihre Meinung am Sortiment und der Entwicklung Ihrer favorisierten Marken „mitzuwirken“?

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